Liebe Schwäbische Zeitung, 5.1.2011
Sie haben Recht. Qualifizierung auch noch im fortgeschrittenen Alter zahlt sich aus. Es mangelt in der Tat an gut qualifizierten Personen. Hier muss angesetzt werden.
Soweit zum Bericht.
Allerdings die darin genannten Zahlen zur Arbeitsmarktstatistik sind leider falsch. Jeder Leser kann die Zahlen beim Statistischen Bundesamt tagesgenau abfragen.
Rechnen wir doch mal die offiziellen Zahlen des statistischen Bundesamtes zusammen.
Arbeitslose des Arbeitsmarktes I: ca. 2,9 Mio. Erwerbslose. Dieser Personenkreis ist nicht das Problem.
Harz IV Empfänger: ca. 5,240 Mio. (Stand Okt. 2010 – Bundesamt f. Statistik)
Sozialhilfeempfänger: ca. 1,25 Mio.
Das sind zusammen: 9,39 Mio. Arbeitslose im arbeitsfähigen Alter von 20 … 65 Jahren. Davon werden eleganter weise, weil so die Statistik besser bei der Bevölkerung ankommt, alle Harz VI und Sozialhilfeempfänger nicht mitgerechnet.
Lohn- und Gehaltsempfänger: ca. 42 Mio.
Daraus errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 22,4 %!
Wenn nur ein Teil der Harz VI Empfänger und Sozialhilfeempfänger auch wirklich qualifiziert werden könnte, würden wir viel Geld sparen und auch viele „unqualifizierten Diskussionen“ in der Öffentlichkeit bezgl. „Qualifizierung“ wären dann Schnee von gestern. Arbeitslosigkeit in Deutschland wird nur noch verwaltet.
Könnte nur ein Teil qualifiziert werden, würde dies die Sozialkassen und den Arbeitsmarkt entlasten. Diese oben genannten 22,4 % verwalteter Arbeitslosigkeit sind das eigentliche Problem unserer Sozialpolitik. Man getraut sich nicht, der Bevölkerung die Wahrheit zu sagen und welche Konsequenzen dies alles haben wird.
Verschonen Sie bitte Ihre Leser mit Halbwahrheiten und recherchieren Sie etwas sorgfältiger.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Strehle – Dipl. Ing. Univ.
Unternehmer
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Tatsächliche Arbeitslosenzahlen




